Spende, ein Boot mit Namen "Kattenstroth"

Gütersloher Faltbootgilde, Spende Stadtteilverein Kattenstroth

Ein Boot mit dem Namen "Kattenstroth" wird künftig auf der Ems fahren. Anlass ist eine Spende des Stadtteilvereins Kattenstroth für die Gütersloher Faltbootgilde in Höhe von 1500 Euro, zweckgebunden für den Kauf eines Bootes. "In nächster Zeit möchten wir dreißig bis vierzig neue Boote kaufen" sagte Rolf Theiß. Einschließlich Ausrüstung bezifferte der Vorsitzende der Faltbootgilde Gütersloh von 1931 den Kaufpreis eines Bootes auf rund 1500 Euro. In dem abgebrannten Bootshaus an der Ems lagerten 125 Kanadier und Kajaks von Verein und Mitgliedern. Hitze und Löschwasser beschädigten sie derart, dass sie nicht mehr repariert und genutzt werden können. Am 19. Februar hatte ein "Feuerteufel" das Bootshaus im Rhedaer Fort in Brand gesteckt. Eigentlich müsste es abgerissen und ein neues Bootshaus gebaut werden. "Wir werden Schritt für Schritt vorgehen" sagte Rolf Theiß. Mitte der 60er Jahre sei das Gelände im Rahmen einer Flurbereinigung an die Stadt Rheda gegangen, ein Pachtvertrag mit dem Fürstenhaus laufe in sieben Jahren aus. Die Faltbootgilde strebe an, zunächst den Vertrag zu verlängern und danach bei der Stadt Rheda-Wiedenbrück anzufragen, welche Baumaßnahmen genehmigungsfähig sind. "Wir hoffen, dass wir dieses Jahr noch anfangen können" fügte Dirk Langnau, zweiter Vorsitzender, hinzu. Nach der Brandkatastrophe richtete der Verein ein Spendenkonto für den Wiederaufbau ein (Zweck Bootshaus-Brand, Bankleitzahl 478 500 65, Kontonummer 500 505). Die eingangs genannte Schadenssumme von 170000 Euro reiche bei weitem nicht aus, die Wiederbeschaffung der Boote verschlinge bereits diese Summe. Der Verein zählt 230 Mitglieder, davon 70 Kinder und Jugendliche. "Für viele junge Leute war das Bootshaus eine besondere Anlaufstelle" sagte Detlev Kahmen, Vorsitzender des Stadtteilvereins. Der Verein leiste eine hervorragende Jugendarbeit, verbinde Kanusport mit Naturschutz. Die Spende soll dazu beitragen, diese Arbeit weiterzuführen und möglicherweise zu weiteren "Bootsspenden" anregen. In der vergangenen Woche startete das Training auf dem Wasser zunächst im Wapelbad. Dienstags trainieren Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren, 30 bis 35 Kinder mit und ohne Vereinszugehörigkeit und donnerstags Jugendliche. Das reguläre Programm wird jetzt unter besonderen Bedingungen weitergeführt: Das traditionelle Pfingst-Zeltlager auf dem Gelände, das Sommerfest am 13. Juli, die Ferienspiele - nur ohne Übernachtung und ein Kinderprojekt in den Herbstferien.